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Tropenkrankheiten und Sonstige

Virus Übertragung

Mehr als die Hälfte der 1400 bekannten Krankheitserreger werden von Tieren übertragen. So beispielsweise Dengue-Fieber (Mücken), Ebola (Flughunde), SARS (Schleichkatzen) und HI-Virus (Schimpansen). Weibliche Gelbfiebermücken sind die wichtigsten Überträger gefährlicher Virusinfektionen wie Gelb-, Dengue- oder Chikungunya-Fieber. Es ist der Geruch eines Tieres oder Menschen, der die Insekten anlockt. Es ist der Stoff Sulcaton. Ein Ansteigen der Seuchengefahr in den vergangenen Jahrzehnten ist zu beobachten. Die Anopheles-Mücke sticht vorzugsweise in der Dämmerung beziehungsweise nach dem Sonnenuntergang.

 
Name Verbreitung Übertragung
gemeine Stechmücke/Hausmücke Mitteleuropa Sindbis-Virus, das West-Nil-Virus und das Rift-Valley-Virus
Asiatische Buschmücke Südostasien West-Nil-Virus, Ezephalitis-Viren und andere
Asiatische Tigermücke Südostasien Dengue-Fieber und andere
Gelbfiebermücke/Ägyptische Tigermücke Afrika, Südostasien Gelbfieber-Virus, Zika-Virus, Dengue-Virus und andere

Warum stechen Mücken?

Für die Eiablage benötigen die Insekten Protein und Eisen, welche im tierischen und menschlichen Blut vorkommen.

Dengue-Fieber

Manche Stechmücken übertragen das Dengue-Fieber. Hauptüberträger von Dengue-Viren sind zwei Mückenarten, die Gelbfiebermücke (Aedes aegypti) und die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus). Die Tigermücke ist in feuchten, tropischen Gebieten weit verbreitet und kann die Viren (es gibt 4 Virenarten) von Mensch zu Mensch tragen. Es gibt keine Impfung oder antivirale Behandlung. Anzeichen sind Fieber, Schüttelfrost und starke Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen und Ausschlag. Die meisten Fälle verlaufen mild aber es kommt auch zu Todesfällen oder schweren Verläufen. In 2013 wird in Thailand mit 140.000 Erkrankungen und 130 Todesfällen (Zumeist Kinder) gerechnet. Das Dengue-Fieber zeigt ständig steigende Fallzahlen an (mehr als 50 Millionen Kranke im Jahr). Besonders gefährdet sind Kinder unter 15 Jahren. Wer länger als zwei Tage unter hohem Fieber oder Appetitlosigkeit leidet, sollte sich zum Arzt begeben.

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Maul- und Klauenseuche

In der Regel kommt die Seuche in den Monaten Juni bis Dezember vor. Vorwiegend sind Kinder unter 10 Jahren und davon vor allem Kinder unter 5 Jahren betroffen. Verursacht wird diese Krankheit durch Darmviren und kann durch Speichel, Stuhl oder offene Wunden übertragen werden. Manchmal zeigen sich Fieber, Kopfschmerzen und Halsentzündung. Später kann es Ausschlag oder kleine Pickel im Mund geben. Später auch Ausschlag an Händen, Füßen und Armen. Wichtig ist auch hier wie so oft das gründliche regelmäßige Waschen der Hände.

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Malaria

Der Erreger der Malaria tropica wird durch den Stich weiblicher Stechmücken der Gattung Anopheles übertragen. Für die Mehrzahl der Malaria-Erkrankungen weltweit und nahezu alle Todesfälle ist der Parasit Plasmodium falciparum verantwortlich. Malaria gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten. Nach Schätzung der WHO erkrankten im Jahr 2012 ungefähr 207 Millionen Menschen an Malaria. 627000 Menschen starben. Besonders gefährdet sind Kinder unter 5 Jahren. Nach einem Bericht der Tracking Resistance to Artemisinin-Collaboration sind in Südostasien Erreger aufgetreten, welche gegen die wichtigsten Medikamente nicht mehr ansprechen. Symptome der Malaria sind Fieber, Schüttelfrost und Krämpfe. Insbesondere in den Grenzgebieten zu Thailands Nachbarstaaten kommt der Erreger vor. Eine Schutzimpfung gibt es derzeit nicht. Als Schutz bieten sich Moskitonetze, Prophylaxe-Medikamente und Repellents (insektenabweisende Mittel) an. In Thailand sind es vor allem die Dschungelgebiete im Süden des Landes und entlang der Grenzen zu Laos, Kambodscha und Myanmar. Die meisten Infektionen werden aus den Provinzen Tak, Ubon Ratchathani, Yala, Kanchanaburi, Mae Hong Son und Sisaket gemeldet.

Resisente Erreger

Einer aktuellen Studie (2017) zufolge, breitet sich in der Mekong Region ein Malaria-Erreger aus, der nicht auf die üblichen Medikamente reagiert. Der Erregerstamm wurde bereits 2007 in Kambodscha nachgewiesen.

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Cholera

Cholera ist eine bakterielle Erkrankung, hervorgerufen insbesondere durch verunreinigtes Trinkwasser oder infizierte Nahrung. Der Darm entzündet sich, es kommt zu Durchfällen und Erbrechen. Gegen Cholera gibt es eine Schluckimpfung. Cholera tritt insbesondere in armen Ländern auf bei tropischen Temperaturen.

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Chikungunyafieber

Eine von Mücken übertragene Viruserkrankung, das Chikungunyafieber, breitet sich weltweit aus. Kopf- und Gelenkschmerzen, verbunden mit hohem Fieber - das Chikungunyafieber wird als eine Art Mischung aus Grippe und Arthrose beschrieben. Etwa drei bis zwölf Tage nach dem infizierenden Mückenstich entwickelt sich ein rasch ansteigendes Fieber. Hinzu kommen starke, meist beidseitige Gelenkschmerzen. Die Patienten können sich in der Folge kaum noch aufrecht halten. Daher rührt der Name des Chikungunya-Fiebers: Chikungunya bedeutet in der Sprache der Makonde "der gekrümmt Gehende". Weitere Symptome sind Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, eine Bindehautentzündung, punktförmige Hautblutungen und in etwa der Hälfte der Fälle ein Hautausschlag. In Südostasien ist der Erreger seit langem verbreitet. Übertragen wird das Chikungunyafieber von zwei Stechmückenarten, der Ägyptischen Tigermücke (Aedes aegypti) und der Asiatischen Tigermücke (Aedes albopictus). Beide Arten kommen weltweit vor. Der das Chikungunyafieber verursachende Erreger wurde 1953 in Ostafrika entdeckt, später brach die Krankheit auch in südostasiatischen Staaten aus. Das Chikungunyafieber ist in der Regel keine tödliche Erkrankung, aber wegen der starken Schmerzen sehr unangenehm. Behandelt werden kann die Infektionserkrankung nur symptomatisch, also mit Medikamenten gegen Fieber und Schmerzen, da es noch keinen Impfstoff gibt.

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MERS

MERS (Middle East respiratory syndrome coronavirus) wird von Kamelen oder Dromedaren übertragen. Aufgrund des Tourismus kann diese Krankheit verbreitet werden. Per März 2015 sind weltweit rund 1000 Personen erkrankt und 420 gestorben. Im Jahr 2013 wurden die ersten Mensch-zu- Mensch-Infektionen über eine Tröpfchen- oder Schmierinfektion bekannt. Die Inkubationszeit beträgt rund ein bis zwei Wochen. Man bekommt grippeähnliche Symptome wie Husten, Fieber und Atemnot. Weiterhin kann eine Lungenentzündung und Nierenversagen auftreten. Es gibt bis heute keine wirksamen Therapiemethoden.

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Zika

Die Mückenart Aedes aegypri übertägt das Zika-Virus. Das Zika-Virus führt ähnlich wie Dengue zu Fieber, Hautausschlägen, Glieder- und Kopfschmerzen. In der Regel ist die Krankheit innerhalb von einer Woche überwunden. Inzwischen gilt es als erwiesen, dass Zika bei Schwangeren schwere Schädelfehlbildungen der Kinder - die sogenannte Mikrozephalie - sowie neurologische Schäden verursachen kann. Der Kopf des Babys bleibt ungewöhnlich klein, und es ist behindert. Bei dem Zika-Virus gibt es die Besonderheit, dass es beim Geschlechtsverkehr übretragen werden kann. Zur Feststellung einer Infektion gibt es einen Schnelltest.

Mückenschutz

 

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Tiger- und Buschmücken suchen kleinste Wasseransammlungen (Blumenuntertöpfe u.ä.) auf, um Eier abzulegen. Stehende Gewässer also unbedingt abdecken oder ganz vermeiden. Darüberhinaus zählen Wärme und Müll z den Brutbedingungen.

Weitere Krankheiten und Massnahmen

SARS-CoV-2

Coronaviren wurden erstmals Mitte der 1960er Jahre identifiziert. Sie können sowohl Menschen als auch verschiedene Tiere infizieren, darunter Vögel und Säugetiere. Man nimmt an, dass SARS-CoV-2 von Fledermäusen stammt. Die hauptsächliche Übertragung erfolgt über Tröpfchen, die beim Husten und Niesen entstehen und beim Gegenüber über die Schleimhäute der Nase, des Mundes und ggf. des Auges aufgenommen werden. Die Krankheitsverläufe sind unspezifisch, vielfältig und variieren stark, von symptomlosen Verläufen bis zu schweren Pneumonien mit Lungenversagen und Tod. Als häufigste Krankheitszeichen gelten Husten und Fieber. Es sind aber auch eine Reihe weiterer Krankheitszeichen wie beispielsweise Schnupfen, Verlust des Geruchs-/Geschmackssinns, Halsschmerzen, Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen sowie allgemeine Schwäche möglich.

 

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Melioidose

Melioidose ist eine Infektionskrankheit, die durch das Bodenbakterium Burkholderia pseudomallei ausgelöst wird. Sie ist vor allem in den Gebieten Südostasiens verbreitet. Der Erreger kommt vor allem im Boden und Wasser vor. Zur Vorbeugung ist auf die persönliche Körperhygiene, eine sorgfältige Behandlung offener Wunden (Schürfwunden) und eine hygienische Zubereitung von Speisen zu achten. Bei der akuten Form der Melioidose tritt meist ein starker Bakterienbefall (Septikämie) mit hohem Fieber, Erbrechen, Durchfall usw. auf.

Nipah-Virus

Als natürlicher Wirt des Erregers (Indien, Malaysia, Singapur) gelten fruchtfressende Fledermäuse. Die Infektion beim Menschen erfolgt oral beim Verzehr von Baumfrüchten oder Säften derselben, die mit den Ausscheidungen der Fledermäuse kontaminiert sind. Im Zweifel auf den Verzehr von rohen Säften und ungewaschenen und/oder angebissenen Baumfrüchten verzichten. Das Nipah-Virus gehört zu den Henipaviren aus derFamilie der Paramyxoviridae. Der Erreger führt bei Menschen zu grippeähnlichen Symptomen mit hohem Fieber, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Halsschmerzen und Erbrechen. Bei schwerem Verlauf können Atemwegserkrankungen, Lungenentzündungen und tödliche Hirnhautentzündungen die Folge sein. Es gibt weder eine Impfung noch eine wirkungsvolle Behandlung. Die Sterblichkeitsrate liegt zwischen 40 bis 75 Prozent.

Vogelgrippe