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Vietnam

Um die Menschen in Vietnam zu verstehen, ist ein Blick in die Geschichte Vietnams unerlässlich. Die fast 100-jährige Kolonialherrschaft der Franzosen und der Amerikanische Krieg (Vietnamkrieg) haben das Volk nachhaltig geprägt und wirschaftlich bis heute weit zurückgeworfen. Von den von den Amerikanern eingesetzten Chemiewaffen ist die Bevölkerung bis heute gezeichnet. Mut, Aufopferungsbereitschaft, Einsatzbereitschaft, Kampfmoral, politische und ideologische Erziehung, Durchhaltewillen, hohes politisches Bewußtsein, hohe militärische und strategische Fähigkeit, talentierte Generäle, der Zusammenhalt des Volkes und die intensive Zusammenarbeit zwischen Bauern und Arbeitern haben dazu geführt, grausame Leiden und schlimmste Entbehrungen zu ertragen. Mit diesen Eigenschaften sind die Vietnamesen einem übermächtigen, hochgerüsteten und erfahrenen Feind gegenübergetreten und haben diesen am Ende sogar besiegt. Vor diesem unten beschriebenen Hintergrund der Geschichte (sehr vereinfacht und verkürzt dargestellt) trifft man in Vietnam auf Menschen, welche mit sich selbst beschäftigt sind und den Eindruck hinterlassen zufrieden zu sein, ihr Leben im großen und ganzen selbst in die Hand nehmen zu können.

Französische Kolonialherrschaft von 1858 bis 1945

Am 31. August 1858 hat ein französiches Marinegeschwader Da Nang angegriffen. Das war der Beginn eines kolonialen Eroberungskrieges des französischen Imperialismus. Die August-Revolution von 1945 beendete die französiche Vorherrschaft und die Monarchie und machte Vietnam wieder zu einer unabhängigen Nation. Treffend beschrieb General Vo Nguyen Giap (Oberkommandierender der Volksarmee): "Unser Volk und unsere Armee haben einen sehr mächtigen und gut ausgerüsteten Feind geschlagen, weil unsere Kämpfer und unsere Truppen durch die feste Entschlossenheit motiviert waren, für die nationale Unabhängigkeit zu kämpfen und diesen Kampf zu gewinnen, für die Verteilung von Land an die Bauern, für Frieden und für Sozialismus. Der Feind rannte gegen eine geeinte Front aller sozialer Klassen und aller politischen und religösen Gemeinschaften an. Unsere marxistisch-leninistische Partei unter Führung von Präsident Ho Chi Minh führte meisterhaft die richtigen politischen und militärischen Maßnahmen durch." Ho Chi Minh am 02. September 1945: "Die Franzosen fliehen, die Japaner ergeben sich, der Kaiser Bao Dai dankt ab. Unser Volk hat die Fesseln einer fast hundertjährigen französischen Herrschaft gesprengt, um aus unserem Vaterland Vietnam ein unabhängiges Land zu machen."

 

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Vietnamkrieg (Amerikanischer Krieg) 1955-1975

Phan Thi Kim Phuc (*)

reißt sich nach einem Napalm -Angriff die Kleider vom Leib.

Insbesondere nach der Genfer Konferenz vom 20. Juli 1954 begann Washington verstärkt seine Ziele umzusetzen, insbesondere Südvietnam zu einer US-Kolonie zu machen, eine Basis zur Beherrschung Südostasiens zu installieren und die Wiedervereinigung mit Nordvietnam zu verhindern. In der Folge entschied sich Washington für den Krieg gegen Vietnam, um die nationalen Befreiungsbewegungen zu vernichten. Die USA errichteten in Saigon ein Hauptquartier und begannen den "Spezialkrieg" d. h. ohne direkte Intervention die Marionetten-Administration und- Armee und Söldner mit Waffen auszustatten und insbesondere Hubschrauber und Amphibienfahrzeuge einzusetzen. Gleichwohl mußte Amerika mehrere militärische Rückschläge duch die Befreiungsarmee hinnehmen und die militärischen amerikanischen Strategien des "Spezialkrieges" konnten im Endergebnis und in der Summe als gescheitert angesehen werden. So mußten "härtere" Mittel her und am 05. August 1964 bombardierten amerikanische Flugzeuge Küstenabschnitte in Nordvietnam. Am 6. März 1965 landeten US-Marines in Da Nang. So kam es, das ganz Vietnam einen Krieg gegen Amerika führen musste. In der Folge mußte Amerika immer wieder Verluste hinnehmen. Obgeich die Lage für Amerika zu diesem Zeitpunkt schon aussichtslos war, setzte US-Präsident Nixon ab 1969 die angestrebte Zerstörung Vietnams fort duch massive Bombardierungen Nordvietnams, Kambodschas und Laos und befahl den Einsatz von giftigen Chemikalien (Agent Orange). Agent Orange enthält das hochgiftige Dioxin und wurde seit 1961 mit anderen Herbiziden ein Jahrzehnt lang tonnenweise über rund fünfzehn Prozent der Landesfläche versprüht, um die Wälder zu entlauben und so die Nachschubwege des Vietkong zu enttarnen. Also der totale Krieg. In der Folge nach zahlreichen weiteren Verlusten (58.000 GIs) und unter dem Druck der Weltöffentlichkeit (*), mußte Nixon am 27. Januar 1973 in Paris das "Abkommen über die Beendigung des Krieges und die Wiederherstellung des Friedens in Vietnam" unterzeichnen, das den Abzug der US-Armee einleitete. Eine furchtbare Niederlage für Amerika.

Niemals zuvor zeitlich und örtlich wurden derart viele Vernichtungsmittel eingesetzt wie in Vietnam und den angrenzenden Gebieten von Laos und Kambodscha, wo US-Kampfflugzeuge mehr Bomben abwarfen als auf allen Schauplätzen des Zweiten Weltkrieges zusammen.

Die Todesbilanz: 58.000 GIs, 250.000 südvietnamesische Soldaten, 1,1 Millionen nordvietnamesische Soldaten sowie bis zu 4 Millionen Zivilisten.

(*)
Das Foto (siehe oben) des entkleideten Mädchens Phan Thi Kim Phuc ging um die Welt und lenkte die Aufmerksamkeit der Welt und der US-Amerikaner auf die Grausamkeiten dieses Krieges und trug dazu bei, den Krieg zu beenden.

 

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