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Koh Surin (I)

Auf Taucher wartet bei einer Exkursion in die nördliche Andamanensee eine der aufregendsten Unterwasserlandschaften der Welt: Die Archipele Koh Surin und Koh Similan begeistern mit dschungelbedeckten Inseln, Unterwasserhöhlen, -tunneln und -canyons, wo sich große und kleine Meeresbewohner wohlfühlen; darunter majestätisch dahinschwebende Mantas, gesprenkelte Leopardenhaie, Meeresschildkröten und bunte Fischschwärme. Die imposanten Walhaie und die vom Aussterben bedrohten Seekühe, die Dugongs, bekommt man am besten von März bis Mai zu Gesicht. Unter Wasser sind ganze 200 Korallenarten zu bewundern, vor allem Steinkorallen und Gorgonien-Fächer.

Die Strände auf dem 140 Quadratkilometer großen Mu Koh Surin Nationalpark mit fünf Eilanden sind auf der Hauptinsel durch Wanderpfade verbunden. Mit etwas Glück lassen sich hier Makaken, Lemuren und Warane blicken, oder in der Luft Riffreiher, Weißbauchseeadler und die Nikobaren-Taube.

(Quelle: Thailändisches Fremdenverkehrsamt-Thailand-Magazin)

Moken (Seenomaden)

Dorf

In der Bucht der Insel leben die Seenomaden vom Stamm der Moken, ein indigenes Volk. Sie sprechen Moken, ihre eigene Sprache. Vor allem die Älteren können kein Thai. Gesetze und Regelungen des Staates und der Verwaltung des Nationalparks schränken die Bewegungsfreiheit der Moken stark ein, sodass Kultur und Tradition langsam verschwinden. Die Verwaltung des Nationalparks überwacht die Einhaltung der Auflagen. So dürfen die Moken nur an diesem einen Strand siedeln. Leben auf dem Meer ist verboten. Nur mit Genehmigung darf gefischt werden und auch nur eine bestimmte Anzahl und nur zum Eigenbedarf. Weitere Beschwernisse sind die Eigentumsverhältnisse von Plätzen vor Inseln. So ist ankern oft verboten. Oder die Überfischung. Große Trawler fischen in dieser Gegend und so gibt es kaum noch Seegurken und die Fischbestände nehmen ab. Da sich so die Moken kaum noch aus dem Meer versorgen können ziehen viele auf das Festland um dort arbeiten zu können, um Geld zu verdienen. Oder sie arbeiten bei der Verwaltung des Nationalparks. Eine mehr oder weniger alternativlose Einnahmequelle ist der Verkauf von Andenken an die vielen Touristen, welche eigens auf Speedbooten zu den Moken zwecks Fotoerinnerungen, gebracht werden. Dieser Verkauf ist von der Verwaltung des Nationalparks ausdrücklich erlaubt worden.

 

Kabang

Als die Lebensweise der Moken noch traditionell war, lebten die Moken als Selbstversorger von Meerestieren, Meeresfrüchten und Pflanzen und Obst aus der Umgebung. Jede Großfamilie hatte ihre eigene Bucht. Das Leben spielte sich außerhalb der Monsunzeit auf dem Boot ab, dem bekannten Kabang. Jede Familie wohnte auf einem Boot. Das Kabang hat eine Toilette, Schlafplätze und eine Küche. Fische werden traditionell mit einem Speer gefangen. Die Moken sind darauf trainiert, ungefähr vier Minuten unter Wasser zu bleiben, 30 m tief zu tauchen und auf dem Meeresboden aufrecht zu laufen.