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Pattani

Pattani ist wie auch Yala und Narathiwat islamisch und malaiisch geprägt. Die malaiische Sprache und Kultur sind für die Muslime maßgeblich. Pattani entstand vermutlich zwischen 1350 und 1450 mit dem Herrscher Mahligai. Pattani war ein Vasallenstaat von Ayutthaya. Zu welchem Zeitpunkt der Übertritt in Pattani zum Islam erfolgte, ist nicht eindeutig belegt. Große wirtschaftliche Bedeutung erlangte Pattani zwischen 1584 und 1688. Sehr interessant ist, dass in diesem muslimischen Staat weibliche Herrscher regierten. Der Grund war, dass nach dem Tod des Sultans Manzur Syath im Jahr 1572 eine seiner drei Töchter den Thron bestieg. Es war Raja Ijau (1574-1616), welche dem Land Stabilität brachte. Als Raja Ijau starb, übernahm ihre Schwestern Biru (1616-1624) und Ungu (1624-1635) die Herrschaft. Im Jahr 1786 hatte Ayutthaya die Macht über Pattani verstärkt. Im Jahr 1808 verlor Pattani eine kriegerische Auseinandersetzung mit Ayutthaya und in der Folge wurde Pattani von dem siamesische König Rama I. (Phra Phutthayotfa) in sieben Fürstentümer aufgeteilt und Bangkok administrativ unterstellt. Unter König Rama V. (Chulalongkorn) wurde Pattani 1905/06 Hauptstadt einer Provinz. Der siamesisch-britische Grenzvertrag von 1909 gab Bangkok dann diese Region.